Lappland 1995
Erste Erfahrungen nördlich des Polarkreises

Von Christian Eisel (bearbeitet von S. Korn)

Anreise

16. Juli 1995

Um 12 Uhr treffen Fiete und Christina in der Fjällstation Bahnstr. 24 ein, die seit etwa drei Wochen bewirtschaftet wird. Es herrscht ein noch überschaubares Chaos: Brötchen schmieren, spülen, Nudeln essen, packen. Silke tippt noch schnell die geplante Wanderroute und geht mal eben Geld holen. Knapp aber rechtzeitig erreichen wir den Bahnhof. Im Duisburger Hauptbahnhof treffen wir auf Jörg, der uns freundlicherweise beim "kleinen Gepäck" hilft. Völlig überladen mit Rucksäcken und Reiseproviant kämpfen wir uns um 14 Uhr 46 in den Intercity "Westfälischer Friede" - und Christian hat schon keine Lust mehr. Kurz vor Bremen erreicht uns die Durchsage, daß wir aufgrund technischer Probleme etwa 10-15 Minuten später in Hamburg ankommen werden als vorgesehen. Das könnte mit dem Anschluß knapp werden. Wider Erwarten erreichen wir Hamburg um 18 Uhr 10, der bereitstehende "Hamlet" soll um 18 Uhr 27 abfahren. Doch Hamlet öffnet seine Pforten erst um 18 Uhr 26, nicht ohne vorher noch ein gutes Stück den Bahnsteig entlangzufahren. Entschlossen verfolgen wir den Zug 150 lange Meter und stecken mitten in einer guten Rempelei. Am Platz angekommen bemerkt Christian das Fehlen eines seiner Gummistiefel! Angesichts unangenehmer Zukunftsvisionen von Schlamm und Geröll springt er flink zur Waggontür - zu spät. In Gedanken schon beim Stiefelkauf kommt Christian zurück. Stiefelschwingend wird er von Fiete empfangen, der das gute Stück unter einigen Mitreisenden ausfindig gemacht hat. Um 23 Uhr schwingen wir uns in Kopenhagen aus "Hamlet" und um 23 Uhr 15 in den Zug nach Stockholm. Wir legen uns wenig später mit einem Vater und seinen beiden Söhnen aus der Schweiz schlafen.

17. Juli 1995

Eine dreiviertel Stunde vor Stockholm werden wir vom Schaffner geweckt. Um 7 Uhr 29 verlassen wir den Zug und machen uns zügig an die Arbeit: erstens Gepäckaufbewahrung. Dort erklärt man uns, daß es günstiger sei, die Schließfächer zu benutzen. Also auf zum Schließfach, wo wir für 50 SEK zwei Schließfächer ergattern. Danach buchen wir die fehlende Liegewagenreservierung von Gällivare nach Stockholm. Wir verlassen den Bahnhof - Silkes Pullover hat sich gelohnt - und nehmen in Kicki's Café ein Frühstück ein. Noch bevor wir zu Ende gefrühstückt haben, passiert es: es regnet! Den Tag verbringen wir mit Einkaufen in strömendem Regen: etwa fünfmal Åhléns, dreimal Friluftsmagasinet, zweimal Fjällräven, Stadium etc. Christian hat diverse Entscheidungsprobleme. Schließlich erstehen wir mehrere Helly-Hansen-Unterwäsche-Kollektionen, drei Outdoor-Jacken, zwei dicht gewebte Hemden, zwei Hüte, zwei Fleece-Pullis, etwa dreißig Fertiggerichte... Zwischendurch Mittagessen. Um 17 Uhr kehren wir zum Bahnhof zurück, leeren die Schließfächer und packen die neu erstandenen Klamotten unter Aufbietung aller Kräfte in die bereits prall gefüllten Rucksäcke ein. Wir machen uns auf den Weg zum Bahnsteig 10, wie wir bereits vorher in Erfahrung gebracht hatten. Um 17 Uhr 30 gehen wir zum Abschnitt E des Bahnsteiges. Um 17 Uhr 35 verbreitet Christian Panik indem er darauf hinweist, daß der Zug eigentlich schon da sein müßte, da er um 17 Uhr 40 abfahren soll. Da erspäht er die Anzeigetafel von Gleis 4 (welches sich glücklicher- und logischerweise direkt neben Gleis 10 befindet): Narvik! Wir hasten zu Gleis vier. Ein Blick genügt um zu erkennen, daß wir - im Kopfbahnhof - zum letzten der etwa 20 Wagen müssen. Wir steigern das Tempo und bangen um Christians Gummistiefel, die mit jedem Schritt ein Stück weiter aus ihrer Halterung rutschen. Um 17 Uhr 39 erreichen Christian, die Gummistiefel und Fiete Wagen 80, Silke nimmt zunächst mit Wagen 79 vorlieb. Geschafft. In unserem Liegewagenabteil treffen wir auf ein nettes, dänisches Pärchen. Wir blockieren erst einmal vier der sechs Liegeplätze und sind froh, daß offenbar nur fünf Personen im Sechs-Personen-Abteil fahren. Wir sind erleichtert, da unsere Gepäckprobleme gelöst scheinen. Der Schaffner zerschlägt unsere Hoffnungen mit der Mitteilung, daß spät in der Nacht eine weitere Person zusteigt. Mist, wir müssen umräumen. Der sechste Mitfahrer ist ein Schwede mit Taucherfahrung. Er zeichnet uns auf einer Karte der Bahnzeitschrift interessante Tauchplätze ein - diese lassen wir dann aber lässig im Zug zurück. Wir vertreiben uns die Zeit damit, unsere Biervorräte zu schmälern - damit die Schlepperei entschärft wird. Nachdem wir noch den halben Wagen mit Bier versorgt haben, gehen wir schlafen.

18. Juli 1995

Wir verlassen den Zug um 9 Uhr 46 in Gällivare. Noch ehe wir marschbereit sind, haben uns die gräßlichsten Raubtiere dieser Erde gefunden: Mücken! Wir besorgen uns etwas zu Essen und drei Flaschen Djungelolja und nehmen um 11 Uhr den Bus nach Ritsem (120 Kronen/Person).In einer Lappenstation macht der Bus eine halbe Stunde Pause - wir trinken Kaffee. Der Busfahrer ist hier oben offensichtlich nicht nur fürs Fahren zuständig, er ist gleichzeitig auch Postbote (teilweise werden die Postsäcke einfach aus dem Fenster geworfen) und Lebensmittellieferant für die Fjällstationen auf dieser Seite des Akkajaure. Mit zahlreichen Mitreisenden warten wir in Ritsem auf das Boot, das uns nach Änonjalme bringen soll. Um 16 Uhr geht es dann endlich in Richtung Padjelanta. Auf der Überfahrt gönnen wir uns die letzte Dose Bier.

Erste Nacht in Lappland

Bei gutem Wetter erreichen wir um 16 Uhr 30 Änonjalme und wandern sofort los, um uns von dem übrigen Pulk abzusetzen. Wir erreichen nach etwa 30 Minuten die Akka-Hütten. Der Müll wird entsorgt und dabei finden die beiden Herren den perfekten Wanderstock für die Dame. Weitere 30 Minuten Marsch und wir erreichen die Brücke über den Vuojatätno. Etwas oberhalb der Brücke findet sich ein schöner Zeltplatz mit Feuerstelle, nicht windgeschützt leider direkt am Weg. Es gibt relativ wenige Mücken, dennoch kommen die Mückennetze erstmalig zum Einsatz. Das Abendessen schmeckt ganz gut, danach machen wir es uns am Lagerfeuer mit Kakao und Rum gemütlich. Christian und Fiete "suchen" sich einen Wanderstock, welchen Fiete sehr liebevoll bearbeitet, wohingegen Christians Schnitzarbeit weniger ästhetischen denn praktischen Aspekten folgt.

Von der Vuojatätno-Brücke nach Kisuris

19. Juli 1995

Nach einer angenehmen Nacht stehen wir um 9 Uhr auf. Anscheinend sind die übrigen Mitreisenden vom Vortag längst an uns vorbei, denn es ist keine Menschenseele zu sehen. Wir frühstücken gemütlich und lange bei schönem Wetter. Wir beginnen gerade zu packen, da setzt der Regen ein. Dieser überrascht Christian mitten in ausgiebigen Pack-Orgien, Fiete und Silke sind schon weiter und packen schnell das Zelt ein. Christian muß dann auch noch mal die "Landschaft bewundern", der Aufbruch verzögert sich somit etwas. Als wir endlich aufbrechen, läßt der Regen nach und die Bundeswehr-Ponchos bleiben im Rucksack. Wir steuern Kisuris an. Unterwegs gibt es Gletscher zu sehen und wir machen Pause, um uns Landschaft anzusehen. Danach noch mehr Landschaft und diverse Photos. Inzwischen hat sich das Wetter wesentlich gebessert. Wir ruhen und essen etwa eine halbe Stunde an einem Rastplatz (Jåkkåjåkken) und schwitzen ziemlich. Die nächste Pause findet bei der Brücke kurz vor dem letzten Anstieg zu Kisurisstugan statt. Der Wind frischt etwas auf um, wie sich bald darauf herausstellt, stärker zu werden und uns nicht mehr zum Schwitzen zu verleiten. Nach Kisuris machen wir eine Rast mit Suppenpause - Wolken ziehen auf, die Ponchos werden ausgepackt, da der Wind ganz schön pfeift. Wir schleppen uns noch 2 Kilometer weiter. An einem Bach finden wir einen idyllischen Zeltplatz direkt unter einem kleinen Schneefeld. Jetzt gibt es auch noch Nebel und keine Möglichkeit die Klamotten zu trocknen! Die Stimmung nähert sich der Temperatur. Das entfachte Feuer will auch nicht recht, es handelt sich im wesentlichen um Rauchzeichen. Zu allem Unglück ist das Fertigmenü von heute auch noch sehr eigenartig - Nudeln mit Champignons und Banane. Glücklicherweise haben wir jedes Gericht doppelt gekauft! Trotz ausgiebiger Bemühungen scheitern alle Versuche, unsere Kleidung am Lagerfeuer zu trocknen - der Nebel ist schneller. Zum Trost gibt es zwei Kakao mit doppelt Rum - für die Stimmung und gegen die Kälte.

Kisuris bis 4 km vor Låddejåkkå

20. Juli 1995

Am nächsten morgen ist alles vergessen; die Sonne scheint und die Kleider trocknen in rasender Geschwindigkeit auf den ausgebreiteten BW-Ponchos. Wir beschließen, daß die Ponchos eine Anschaffung waren, die sich absolut gelohnt hat. Christian wagt eine Waschung im Bach. Wir frühstücken gemütlich und machen uns auf eine schöne Wanderung in Richtung der Låddejåkkå-Hütten. Auf dem Weg zur Vuojatätno-Brücke bleiben wir einmal kurz im Sumpf stecken. Nach der Kälte am gestrigen Abend ist es heute sehr warm. An der Brücke werden wir von einem ersten Mückenansturm erfaßt. Trotzdem schmeckt die Suppe noch einigermaßen gut. Wir beobachten dabei ungläubig und mit hochmütiger Rücksicht auf das Alter eine Reisegruppe von etwa 6 Personen, die sich von einem Hubschrauber abholen läßt! Wir hingegen wandern tapfer weiter. Es folgt ein ziemlich qualvoller Anstieg auf etwa 760 Meter zur Westflanke des Låtatj. Alle haben Visionen, die irgendwie die Gestalt von sich drehenden Rotorblättern haben. Wir überwinden den ersten Rentierzaun und sind absolut erschöpft. Wir finden einen Zeltplatz mit überwältigender Aussicht auf den Vastenjaure. Das Tagesziel Låddejåkkå liegt noch etwa 4 Kilometer entfernt. Es ist zwar windig, aber ansonsten schönes Wetter. Wir kochen Abendessen und bauen einen Windschutz. Da der Wind nachläßt, kommen jetzt doch einige unserer kleinen Freunde. In der Ferne beobachten wir Regenfälle (oder ist es Schnee): werden sie uns erreichen? Wir trinken noch ein bißchen Standard-Getränk und sind tierisch schlapp. Die 20 Kilometer haben uns doch mehr angestrengt als wir erwartet hatten. Fiete hat darüber hinaus seit gestern mit einer Erkältung zu kämpfen, er hat starken Schnupfen und Kopfschmerzen. Dazu hat er jetzt natürlich auch noch Halsschmerzen, da er die ganze Zeit durch den Mund atmen muß. Christian genießt noch die Aussicht auf die schneebedeckten Gipfel, die sich hinter dem Vastenjaure erheben.

Aufbruch nach Arasluokta

21. Juli 1995

Wir verlassen diesen wunderschönen Platz und brechen nach Arasluokta auf. Zunächst müssen wir ziemlich steil abwärts zu den Låddejåkkåstugan. Wir überqueren den Låddejåkkå und beginnen den Anstieg zum Pårka-Sattel welcher sich als sehr anstrengend erweist. Die einzige Abwechslung ist ein jesus-ähnlicher Eremit, der sich, bei doch recht niedriger Temperatur, lediglich mit einem Handtuch bekleidet, aus seinem Zelt wagt. Wir kämpfen uns bis auf 900 Meter Höhe und machen eine Mittagspause.
Es kündigt sich eine Mückeninvasion an. Hier oben ist es sehr feucht und matschig. Schon etwas geschwächt treten wir den Abstieg zum Miellätno an. Am Ende von Silkes Kräften überqueren wir den Fluß, da die Zeltplätze auf dieser Seite besetzt sind (zwei akzeptable Plätze, zwei Zelte). Nach der Flußüberquerung machen wir uns sofort auf Zeltplatz-Suche. Es findet sich ein leidlicher Platz mit derartig vielen Mücken, daß wir es vorziehen, im Zelt zu kochen und zu speisen. Nach ergiebigen Diskussionen bei Johnnie W. über diverse Pinkeltechniken legen wir uns völlig erledigt schlafen. Es regnet in Strömen!


 

Staloluokta

22. Juli 1995

Fiete steht um 8 Uhr auf und schreitet zur Vollwäsche (Fiete plus Unterwäsche). Doch treibt ihn nicht das Bedürfnis nach Sauberkeit aus dem Zelt, sondern Christians nervenaufreibendes Schnarchen. Silke ist abgehärtet und steht zusammen mit Christian um 9 Uhr auf. Es regnet leicht, doch beim Einpacken wird der Regen natürlich stärker. Wir machen uns in überaus attraktiver Regenkleidung aus dem Hause BW auf den Weg nach Arasluoktastugorna (etwa 3 Kilometer). Es ist sehr windig und kalt (7°C). Die Wegbeschreibung aus dem Reiseführer stimmt: der Weg ist mühsam und führt über zahlreiche tief eingeschnittene Zuflüsse zu Titerjaure und Virihaure. Wir überwinden den höchsten Punkt des Tages (785 m) und machen uns an den Abstieg zum Seen-Plateau zwischen Stuor-Titer und Unna-Titer wobei wir einen Blick in das Titervagge werfen können. Unterwegs begegnet uns ein munteres Kind - vielleicht auf dem Schulweg? Das Plateau und auch die Strecke am Westhang des Unna-Titer sind überaus sehenswert - leider streikt der Photoapparat. Hier gibt es gute Zeltmöglichkeiten, doch wir beschließen, lieber noch ein Stück zu gehen. Es regnet nicht mehr und wir bleiben die ganze Strecke von Mücken verschont. Etwas oberhalb von Staloluokta finden wir einen netten Zeltplatz mit Blick auf den Virihaure. Wir kochen wieder im Zelt, da es ziemlich kalt ist. Zur Belohnung gibt es heute Kartoffelpuffer. Die Zubereitung erfordert jedoch sehr viel Benzin und wir werden beim nächsten Trip darauf verzichten. Um die Abende etwas abwechslungsreicher zu gestalten trinken wir heute Tee mit Rum.

Später Aufbruch zur Furt Richtung Tuoddar

23. Juli 1995

Es ist Sonntag und wir schlafen bis neun Uhr. Fietes Erkältung hat bedrohliche Ausmaße angenommen, er liegt völlig groggy in seinem Schlafsack. Silke legt einen Innenzelt-Kosmetik-Tag ein, mit Waschen (auch Haare) und Nägel schneiden - die Überreste der Zivilisation. Außerhalb des Zeltes ist es extrem windig und kalt (immer noch 7°C). Wir wollen erst mal nicht wandern, da Pausen zu ungemütlich wären. Dafür haben wir keine Probleme mit Mücken. Christian unternimmt einen Reparaturversuch an seinem Photoapparat - jetzt stinkt es auch noch nach Schwefel, da er versucht mit Streichhölzern zu löten. Er nimmt dann doch Klebeband, um die Kabel zu verbinden und macht Testphotos. Anschließend backen wir ziemlich viele Pfannkuchen. Erst jetzt stellt sich die wahre Dimension von Fietes Erkältung heraus - er verweigert die Nahrungsaufnahme! Gegen 13 Uhr machen wir ein Nickerchen. Es ist noch immer stürmisch und kalt. Zwei Stunden später packen wir, belästigt durch Fietes Verdauungsstörungen. Eine weitere Stunde und wir brechen nach Staloluokta auf. Wir besichtigen die Lappenkirche und nehmen eine Abkürzung. An einer Weggabelung entscheiden wir uns siegesgewiß für den falschen Weg und landen in fast undurchdringlichem Unterholz. Nach anstrengenden Kämpfen in der Bärenscheiße und im Unterholz eines Birkenwaldes pausieren wir am Kieddejåkkå zwischen Luoppal und Kieddaure und ebenfalls zwischen zwei Wasserfällen. Fiete bewacht die Rucksäcke während Christian und Silke den rechten Weg und die Furt suchen. Nach etwa zwei Stunden kehren sie nach erfolgreicher Odyssee zurück. Fiete ist verschwunden. Kurz darauf taucht er auf und es entbrennt eine heftige Diskussion über Erkundungszeitraum und Erkundungsziel. Damit sich die Gemüter der Herren wieder beruhigen, bauen wir das Zelt auf. Es regnet und wir essen mal wieder im Zelt.

Tuoddar

24. Juli 1995

Am nächsten Morgen sind wir bei strahlendem Sonnenschein um 10 Uhr 30 marschbereit. Die männliche Mehrheit beschließt, zunächst eine Flußquerung direkt am Zeltplatz zu versuchen, da der Wasserstand stark gefallen ist. Es entstehen einige hübsche Photos, anschließend werden noch ein paar Kleidungsstücke getrocknet. Wir gehen dann doch steil bergauf zum richtigen Weg und zur Furt, die auf der Karte eingezeichnet ist. Nach einer Stunde erreichen wir die Watstelle. Sie läßt sich ohne Schwierigkeiten durchqueren. Nach dem Kälteschock braucht Silke jedoch eine ganze Tafel Schokolade und zwei Müsli-Riegel, um wieder gehtauglich zu werden. Die Rückkehr auf den Padjelantaleden verläuft - wider Erwarten - problemlos. Wir peilen Tuoddar an. Es geht gemächlich aber stetig bergauf. Kurz vor der totalen Erschöpfung tauchen die Hütten von Tuoddar auf und wir suchen uns in Sichtweite einen Zeltplatz. Leider wählen wir einen nicht ganz windgeschützten Platz. Angesichts der Landschaft befällt Fiete eine tiefe Melancholie und er beschwert sich darüber, daß noch nicht einmal ein Baum vorhanden sei, an dem er sich erhängen könne.

 
Fortsetzung